Jenen Personen welche in den vergangen Wochen in den Straßen von Wien unterwegs waren dürfte der Werbeslogen „Saug’s dir einfach runter!“ in Verbindung mit leicht bekleideten Frauen in Erinnerung geblieben sein. Die hier beworbene Website www.firstload.at bietet ihren Kunden eine Software an, welche Ihnen den Zugang zum sogenannten „Usenet“ ermöglicht. Eigentlich ist das Usenet ein Ort des Meinungsaustausches; schon riesige Diskussionen sind im Usenet entstanden. Die in Dubai beheimatete Firma Verimount, welche firstload.at betreibt, missbraucht die enormen Datenansammlungen des Usenets, um daraus Profit zu schlagen.
Potenzielle Kunden werden schon im Vorhinein in die Irre geführt, indem man die tatsächlichen Kosten - welche bei einer Bindesfrist von einem Jahr 7,90€ im Monat betragen – nur beiläufig erwähnt.
Die Piratenpartei Österreichs unterstützt in keiner Weise diese Art von Geschäften. „Es ist abzulehnen, dass mit urheberrechtlich geschützten Werken ohne Zustimmung des Urhebers Geld verdient wird“, ist sich der Vorstand der Piratenpartei einig.
Die PPÖ fordert seit ihrer Gründung, dass Privatpersonen Kulturgüter für private, nicht kommerzielle Zwecke uneingeschränkt kopieren dürfen. Hingegen soll es weiterhin nicht erlaubt sein, dass sich Firmen finanziell an fremden Werken bereichern, ohne das der Urheber zugestimmt hat.
Die Piraten sind der Meinung, dass durch das uneingeschränkte Kopieren von Musik die Kaufbereitschaft der Privatperson steigt. Viele Studien bestätigen ihre Meinung, doch bei der Musikindustrie hat bis dato kein Umdenkprozess stattgefunden.